Bezirkswandertag 2009

 

Der diesjährige Wandertag des Bezirks Alb Donau am 25.07.2009 führte diesmal wieder in den Kreis Göppingen. Treffpunkt war um 10.30 Uhr bei der TSG Eislingen. Zunächst bedankte sich der Bezirksvorsitzende Rudolf Eberl bei den Anwesenden für die geleistete Arbeit in der vergangenen Spielrunde mit einem Glas Sekt. Dabei musste er seine Teilnahme aus familiären Gründen absagen. Anschließend gab Roland Fassnacht, der diesen Wandertag organisiert hat, die Details bekannt.

Das erste Ziel war das Märklinmuseum in Göppingen, wo wir um 11.30 Uhr zu einer Museumsführung erwartet wurden. Mit Kopfhörern bewaffnet, hat uns ein Mitarbeiter die Geschichte und Entwicklung der Firma Märklin in Verbindung mit den ausgestellten Museumsstücken erklärt.
Der Ursprung des Märklinmuseums ist das „Musterzimmer“. Dieses wurde im Jahr 1900 von Karoline Märklin eingerichtet. Dort wurden alle Musterstücke ausgestellt, weil es seinerzeit noch keine Kataloge gab. Weltbekannt wurde das Märklinmuseum im Jahr 2005, als im Mai in die damaligen Räumen in der Holzheimer Straße Diebe einbrachen und 187 Modelle gestohlen haben. Aufgrund einer europaweiten Fahndung konnten ca. drei Monate später alle Modelle, außer einer Lokomotive und zwei Wagen, wieder sichergestellt werden.
Seit Oktober 2006 befindet sich das Museum in seinen jetzigen Räumen in der Esslinger Straße und beherbergt neben den Museumsstücken und einer großen Modellanlage auch 
- einen Verkaufsshop für Neuheiten und Fanartikel
- eine Fundgrube für Rückläufer und zweite Wahl Ware
- eine Servicestelle, wo Modelle auf Ihre Funktionen übergeprüft werden
- einen Führerstand einer E-Lok aus den 60er Jahren, bei dem alle Schalter, Hebel und Regler erklärt werden
- sowie eine Spiellandschaft für kleinere Kinder.

Nachfolgend ein paar Eckdaten zur Entwicklung der Firma Märklin:
Im Jahre 1859 hat Theodor Friedrich Wilhelm Märklin mit der Herstellung von Puppenküchen und Zubehör begonnen.
Ab 1888 führten die Söhne die Firma als Gebr. Märklin weiter und bauten neben Puppenküchen auch Dampfmaschinen, Karussells, Auto-, Schiffs- und Flugzeugmodelle.
Im Jahr 1891 hat Märklin auf der Leipziger Messe als erstes Unternehmen eine von einem Uhrwerk angetriebene Modelbahn in Spur 1 (Maßstab 1:45), das sogenannte „Storchenbein“, vorgestellt. Damit begann die Produktion von Modelleisenbahnen.
Im Jahr 1914 wurde der Metallbaukasten eingeführt, der bis in die 90er Jahre produziert wurde.
Im Jahr 1935 wurden Modelleisenbahnen mit der Spur H0 (Maßstab 1:87), bis 1950 als Spur 00 bezeichnet, vorgestellt und setzte sich als Quasi-Standard für elektrische Tischeisenbahnen durch.
Von 1967 bis 1982 wurde die Märklin Sprint Rennbahn produziert.
Im Jahr 1972 wurde die kleinste Modelleisenbahn der Welt, die Spur Z (Maßstab 1:220) vorge-stellt. Der größte Absatzmarkt liegt in Japan und den USA.
Im Jahr 1984 begann das Digitalzeitalter bei der Firma Märklin.
Seit 1985 gibt es die jährlichen Museumswagen, die nur im Museum erworben werden können.
1997 kaufte Märklin die Firma Trix in Nürnberg, bekannt durch die Spur N (Maßstab 1:160).
Im Mai 2006 wurde Märklin vom Finanzinvestor Kingsbridge übernommen.
Im Juni 2007 wurde die Firma LGB (Maßstab 1:22,5) übernommen, deren Absatzgebiet vornehmlich der amerikanische Markt ist.
Im Februar 2009 Insolvenzanmeldung. Fortführung des Insolvenzverwalters mit dem Ziel der Sanierung des Unternehmens.

Um 13.00 Uhr ging es weiter zum Parkplatz neben dem Göppinger Bahnhof um die geplante Stadtführung in Angriff zu nehmen. Kurz nach 14.00 Uhr trafen wir am Göppingen Marktplatz den bestellten Stadtführer, der anschließend in ca. 2 ½ Stunden die folgenden Gebäude mit ihrer Geschichte vorstellte:
- Rathaus:
nach Stadtbrand in den Jahren 1782 - 1786 gebaut. Ruht auf 298 Eichen- und 903 Tannenpfähle in sumpfigem Untergrund (ehem. See).
- Adelberger Kornhaus:
gehörte zum ehemaligen Pfleghof Göppingen des Adelberger Klosters. Beim Stadtbrand ausgebrannt und wieder aufgebaut. Enthält heute die Stadtbibliothek.
- Lateinschule:
hier ging Hermann Hesse von 1890 und 1891 als "Dua-et-guat" Schüler zur Schule und legte das Landesexamen ab. Göppingen gefiel ihm nicht ... "die Fils als Proletarier unter den württembergischen Flüssen, die gar arg schäbig daherkommt" so der aus Calw im Nagoldtal stammende Hesse.
- Freihof:
ehemalige alemannische Siedlung, Adelshof, 1871 Bau der damaligen Hohenstaufen Oberschule (heute Freihof Gymnasium), Steinreliefs Göppinger Szenen von Kunsterzieher Robert von der Heide.
- Marstall:
erbaut 1550 zur Unterbringung von Pferden (Bewohner und Gäste des Schlosses), heute Jugendarrest Anstalt.
- Schloss:
Renaissanceschloss erbaut im Auftrag von Herzog Christoph in den Jahren 1556 - 1568 durch den Baumeister Aberlin Tretsch als adeliges Kurhaus. Herzog Chistoph verweilte oft zum Baden im damaligen "Göppinger Bad". Im Jahr 1840 gab Heinrich Landerer, der das heruntergekommene Bad gekauft hat ihm den Namen "Christophsbad".
- Stadtkirche:
1619 erbaut durch den damaligen württ. Hofbaumeiser Heinrich Schickhard. Im Jahr 1888 wurde der neue und heute noch existierende Turm gebaut. Die Westtüre hat der Göppinger Bildhauer Kurt Grabert mit in die Gegenwart übertragenen Bibelszenen entworfen. Die aus Bronze gegossene Türe wurde 1998 bei der Süssener Kunstgießerei Strassacker hergestellt.
- Kirchgärtle
1913 durch den Sohn des Firmengründers der Firma Schuler, Georg Ludwig (Louis) Schuler II. gestiftet.
Am Schuler Denkmal wurden durch den Stadtführer verschiedene heute selbstverständliche Dinge wie u. a. der EURO oder Papiertaschentücher vorgestellt, die in Göppingen ihren Ursprung nahmen und nehmen.
- Woolworth
1930 durch Julius Guggenheim als "Wohlwert" oder "WW" gegründet. Idee war schon damals den Einzelhandel durch Selbstbedienungsläden im Kaufhausstil zu ergänzen. Nach dem die Berliner Bilka-Kette das Warenhaus lange Zeit führte heißt es heute Woolworth (hat aber nichts mit dem damaligen Wohlwert zu tun), das Flair eines typischen Kaufhauses in den 50er Jahren hat es nicht verloren.
- Alter Kasten
erbaut von den Herren von Degenfeld als Amtssitz, danach Kornschütte, Frauenarbeitsschule und seit 1983 Standort des Göppinger Stadtarchivs.
- Storchen
erbaut im Jahr 1536 durch die Herren von Liebenstein (Jebenhäuser Adelsgeschlecht). 1850 vom Gastwirt Bantel übernommen. Sitz des Gesellschaftsvereines "Storchania" (Faschingsumzug in Göppingen damals!) 1938 städtischer Besitz, 1949 städtisches Museum "Storchen".
- Stadtbrand
durch Blitzschlag brannten am 25. August 1782 347 Gebäude nieder, der Wiederaufbau erfolgte im klassizistischem Stil.
- Gerberviertel
früher Handwerkerviertel (eine Art Vorstadt), hauptsächlich Rot-Gerber, aus denen sich Industriebetriebe an anderer Stelle entwickelten, Haus Gaiser, ehem. Schuhfabrik. Danach mehrere Firmen, u.a. die "Erste Süddeutsche Propellerwerke" (1916- 1919) aus denen die bis 1969 existierende "Süddeutsche Furnier- und Sperrholzwerke" entstanden.
- Mühlkanal
im Jahr 1584 erstmal als "Mühlfils" urkundlich erwähnt. Der Kanal diente über Jahrhunderte zum Antrieb von Mühlen, später entwickelten sich dem Kanal entlang namhafte Göppinger Industriebetriebe. Zuschüttung Ende der 70er Jahre.
- Bahnhof
Am 11.Oktober 1847 fuhr der erste Zug in den Göppinger Bahnhof ein. Das alte Bahnhofsgebäude wurde in den Jahren 1961 bis 1964 durch das heutige Bahnhofsgebäude ersetzt. Der Göppinger Bahnhof war zwischen Stuttgart und Ulm lange Zeit der bedeutendste Bahnhof mit hohem Reise- und Güteraufkommen und Endbahnhof der Nebenbahnen von Boll und Schwäbisch Gmünd.

Kurz vor 17.00 fuhren wir weiter nach Uhingen ins Gerberbräu.
Bei einem gemeinsamen Essen wurde über das erlebte gesprochen und die Teilnehmer waren positiv überrascht, dass eine Stadtführung durch die Stadt Göppingen, die keine weltberühmten Wahrzeichen hat, so aufschlussreich und interessant sein konnte. Sie bedankten sich beim Organisator für diesen schönen Tag, der auch wettertechnisch sich gut entwickelte, obwohl es am Morgen noch nicht danach ausgesehen hatte.

Nach regem Gedankenaustausch traten die Teilnehmer gegen 20.00 Uhr die Heimreise an.

Verfasser: Roland Fassnacht

 

Seite aktualisiert am 11.05.2010

Bezirksinfoabend 2009

 

Am 4. September 2009 fand im Sportheim in Weidenstetten der Info-Abend des Bezirkes Alb Donau statt.
Zirka 50 Keglerinnen und Kegler, der Sektionsvorsitzende Ernst Lange, Sektionsjugendsportwart Ulrike Severin, waren neben dem fast kompletten Bezirksausschuss anwesend.

Der Bezirksvorsitzende begrüßte die Anwesenden und dankte für ihr Erscheinen unter dem TOP 1.

Im nächsten TOP wurde seitens des Bezirksportwartes Josef Hau mitgeteilt, dass die Spielpläne zur Spielrunde 2009/2010 komplett und fast fehlerfrei sind.

Die Überleitung zum TOP 3 gelang problemlos und war mit der Feststellung, wieder ein gelungenes Rundenheft in der Kooperation mit Hilmar Buschow hergestellt zu haben, der richtige Hinweis für die kommende Spielrunde.
Auf verschiedene Änderungen in den Durchführungsbestimmungen des WKBV wurde hingewiesen.

Thorsten Mack als Bezirksjugendsportwart und der Bezirksvorsitzende zeichneten noch etliche Vereine des Bezirkes für ihre gute und vorbildliche Jugendarbeit aus.

Ernst Lange teilte unter TOP 4 „Info der Sektion“ in kurzen Worten mit, dass fast alles im grünen Bereich verlaufe. Probleme gibt es nach wie vor mit den Gegnern 120 Wurf. Der Sektionsbeschluss besitzt aber weiterhin Gültigkeit, ab der Spielrunde 2010/2011 die Wurfzahl 120 mir Internationaler Wertung im gesamten WKBV umzusetzen.

Top 5 „Info zur Einführung 120 Wurf ab 2010/2011“ verlas der Vorsitzende ein mit dem Bezirksausschuss gefasstes Schreiben.
Der Vorsitzende Rudolf Eberl lies, was im Vorfeld bereits bekanntgegeben wurde, keine Diskussion zu diesem TOP zu, was ein Novum im Bezirk Alb Donau darstellt. Der genaue Wortlaut kann beim Vorsitzenden eingesehen werden.

Nach der Auslosung des WKBV Pokal durch Erna Maier und Josef Hau konnte der Bezirksvorsitzende Rudolf Eberl mit dem Keglergruß „GUT HOLZ“ den Bezirksinfo-Abend um 21.50 Uhr beschließen.

Verfasser: Rudolf Eberl

 

Seite aktualisiert am 11.05.2010

Aktuelle Termine

DKBC Ergebnisdienst

T

WKBV Aktuell 2005

 

 

 

 

 

 

 

T

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.